Waldorf-Erziehungsartikel
Entdecken Sie Temperament-Weisheit, um Ihr Kind tiefer zu verstehen – und mit mehr Zuversicht zu erziehen.
Das cholerische Kind: Der kleine Vulkan, der die Welt verändern will
Der Wille eines cholerischen Kindes funktioniert weniger wie Wetter und mehr wie ein Brennglas: Was auch immer es gerade fokussiert, fängt sofort richtig Feuer, während alles andere im Raum ebenso gut gar nicht existieren könnte.
Das melancholische Kind: Der kleine Träumer mit dem tiefen Herzen
Ein melancholisches Kind funktioniert weniger wie ein Spiegel und mehr wie ein Wurzelsystem: Das meiste, was tatsächlich geschieht, verbirgt sich unter der Oberfläche, und wenn endlich etwas sichtbar wird, wächst es dort meist schon eine Weile.
Das phlegmatische Kind: Ruhe und Beständigkeit fördern
Ein phlegmatisches Kind verhält sich zur Dringlichkeit wie ein tiefer See zu einer vorbeiziehenden Brise: Die Oberfläche kräuselt sich vielleicht leicht, aber darunter bewegt sich nichts, bis etwas mit echtem Gewicht ganz hindurchbricht.
Das sanguinische Kind: Der kleine Entdecker des Lebens
Ein sanguinisches Kind bewegt sich durch einen Raum wie Wind durch ein offenes Fenster: berührt alles kurz, erwärmt nichts lange, ist schon beim Nächsten, bevor man das Erste richtig bemerkt hat.
Das cholerische Kind: Feurige Energie in schöpferische Kraft verwandeln
Ein cholerisches Kind bewegt sich durch den Tag wie ein kleiner Traktor durchs Feld: stetig vorwärts, unbeeindruckt von allem, was im Weg steht, und leise verwundert, dass irgendjemand anderes das Gelände schwierig findet.
Das melancholische Kind: Den kleinen Träumer begleiten
Ein melancholisches Kind trägt den Tag wie feuchter Ton einen Fingerabdruck: Nichts prallt ab, und was sich hineindrückt, hinterlässt eine Spur, die bleibt.
Das phlegmatische Kind: Ruhe und Beständigkeit fördern
Ein phlegmatisches Kind bewegt sich durch den Tag wie ein fertig gedeckter Tisch, der auf das Essen wartet: alles bereits arrangiert, nirgends Eile, vollkommen zufrieden, bis jemand anderes entscheidet, dass es Zeit ist anzufangen.
Das sanguinische Kind: Freude, Wärme und beständiges Wachstum fördern
Ein sanguinisches Kind behandelt eine Aufgabenliste wie der Wind einen Stapel loser Blätter: fröhlich im ganzen Zimmer verstreut, noch bevor irgendjemand die Chance hatte, sie für erledigt zu erklären.
Temperament-Kombinationen: Wenn Gegensätze aufeinandertreffen
Die meisten Kinder sind kaum ein einzelnes Temperament — eher zwei, die sich irgendwo in der Mitte begegnen und etwas hervorbringen, das keines der beiden allein geschaffen hätte.
Das cholerisch-melancholische Kind: Getrieben und tief empfindend
Ein cholerisch-melancholisches Kind ähnelt eher einem Brennofen als einer offenen Flamme: echte Hitze, die langsam und gründlich wirkt, fähig, rohe Anstrengung in etwas Bleibendes zu verwandeln, aber ebenso fähig, unter dem eigenen Druck zu zerspringen, wenn man es drängt.
Das cholerisch-phlegmatische Kind: Ruhige Kraft in Aktion
Ein cholerisch-phlegmatisches Kind ähnelt eher Dampf als einer offenen Flamme: echte Hitze, gehalten unter einer ruhigen, kontrollierten Oberfläche, die still wirkt und erst sichtbar wird, wenn sie tatsächlich etwas bewegt.
Das cholerisch-sanguinische Kind: Energie und Begeisterung in Bewegung
Ein cholerisch-sanguinisches Kind kommt einem Lauffeuer am nächsten, das diese Temperamente hervorbringen können: Feuer, das die Luft nicht stillhalten lässt und sich in alle Richtungen zugleich ausbreitet.
Das melancholisch-phlegmatische Kind: Tiefe Ruhe und sanftes Feingefühl
Ein melancholisch-phlegmatisches Kind ähnelt eher Moos als einer Blume: langsam im Wachsen, leicht zu übersehen und, einmal verwurzelt, bemerkenswert schwer wieder zu entfernen.
Das sanguinisch-melancholische Kind: Im Einklang von Leichtigkeit und Tiefe
Ein sanguinisch-melancholisches Kind gleicht eher einem Feld im Wind als einer offenen Flamme: Die Oberfläche kräuselt sich, sobald ein Windhauch sie berührt, während das, was darunter verwurzelt ist, genau dort bleibt, wo es war.
Das sanguinisch-phlegmatische Kind: Sanfte Geselligkeit und ein ruhiges Herz
Ein sanguinisch-phlegmatisches Kind ist eher sanfter Nebel als Platzregen: angenehm genug, dass jeder hindurchgehen möchte, und unauffällig genug, um leicht übersehen zu werden.
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